Local Heroes 2007

Rund 500 Musikinteressierte wollten sich den Ohrenschmaus des diesjährigen Local Heroes nicht entgehen lassen. Mittlerweile hat sich diese Veranstaltung zu einer der best besuchten Partys im Landkreis hochgearbeitet. Den wohl größten Anteil dieses Erfolges tragen die Musiker, die auch in diesem Jahr wieder mit den verschiedensten Stilrichtungen die Bühne des Kulturhauses „Alter Schützenhof“ ordentlich rockten.

Fünf verschiedene Acts bewiesen ab 20:00 Uhr ihr Können im Kasch.

Um die Chancengleichheit aufrecht zu erhalten, wurde wie jedes Jahr die Reihenfolge der Bands ausgelost.

Den Anfang machte die noch sehr junge Band „The Barfbags“. Die Band mischte sich einen Musikstil zwischen Punk, Grunge, Reggae und Funk zurecht. Die vier Jungs machten schon bei Konzerten im Dröönläänd auf sich aufmerksam und klingen sehr interessant. Von denen werden wir in Zukunft noch mehr hören. Der zweite Sieger vom Vorjahr „InMind“ übernahm diese Position auch in der Auftrittsreihenfolge. Die Crossover - Band um Leadsängerin Vera Steimer zeigte eine klare Verbesserung. Alle Bandmitglieder machten einen abgeklärten, professionellen Eindruck. Der Sound ist klarer und der Gesang emotionaler.

Als dritte Band des Abends stellte „Arrant“ ihr Können unter Beweis. Im Gegensatz zu ihrer Vorband waren Arrant ganz klar darauf aus, dem Publikum bis zur Erschöpfung einzuheizen. Sänger und Gitarist Alex sprang auf der Bühne rum und forderte die Menge immer wieder zu mehr Pogo auf. Musikalisch erinnerten Arrant anfangs sehr an die bekannten Pop – Punkbands „Blink 182“ oder „Sum 41“. Bei den letzten Liedern war aber ein klar selbst gefundener Stil zu erkennen.

Zu dem vorletzten Act kann man nur sagen: Syntax is back! Der HipHoper, der sich schon einen nicht zu verachtenden Namen mit der Combo „The Cohens“ machte, brachte das Publikum mit seinem Vorstadt – HipHop zum Grölen. Von ihm gab es zu den fetten Beats von Kollege DJ Amikaro sehr durchdachte Texte über Achimrockcity von Baden bis Uesen, über junge Damen bis hin zu einem großen Dankeschön an seine Familie.

Den Abschluss des Abends machte die authentische Punkband „Ausnahmezustand“. Diese Band hatte wohl den mit Abstand jüngsten Altersdurchschnitt, der sie allerdings nicht weniger einprägend machte. Mit ihren Texten von „Bullenstaat“ oder „Nazischweinen“ wird die Band vermutlich auch in Zukunft für Aufsehen sorgen.

Nach einer knappen Stunde Pause kam dann endlich der gestresste, aber glückliche Organisator Dennis Meinken auf die Bühne, um die ersten drei Sieger zu verkünden. „Wir mussten viel, viel rechnen“, begann er die Siegerehrung. Das Publikum und die Jury waren sich an diesem Abend mehr als uneinig. Der HipHoper „Syntax“, der von der Jury auf Platz Zwei gewählt wurde, wurde vom Publikum auf den dritten befördert. Der Juryfavorit „Arrant“ belegte den zweiten Platz und Sieger des Abends wurde der Vorjahreszweiter „InMind“ durch 40% der Zuschauerstimmen.

Noch vor der Auszählung befragten wir das Publikum nach ihrer Meinung zu den Bands sowie nach der Veranstaltung einen der Musiker.

Auf unserer Homepage bei www.verden-info.de gibt außerdem eine Fotoreportage mit Bildern aller fünf Bands. (sh)