Hurricane 2006

Das Hurricane 2006 ist vorüber und es gibt einige Neuigkeiten zu vermelden.

Geplant wurde dieses Jahr ohne richtigen Superheadliner, da man verschiedenen Zeitungsberichten zu Folge die Preistreiberei einiger „Stars“ nicht mitmachen wollte. Trotzdem war das Festival dieses Jahr in Rekordzeit ausverkauft und auch ohne die absoluten Superstars konnte sich die Bandauswahl wieder sehen lassen. Freitagabend konnte das Dreierpack aus Seeed, Fettes Brot und Manu Chao überzeugen. Der Samstag war zur Hauptzeit mit Mando Diao, The Hives und The Strokes nicht minder schlecht besetzt, wobei die Strokes nicht wirklich überzeugen konnten. Dafür stellte Skin schon zur Mittagszeit ihre Klasse unter Beweis, während wir den Auftritt von Smoke Blow leider verpassten (Asche auf unser Haupt…). Klasse war, dass mit Everlaunch aus Rotenburg am Samstagmittag auch mal eine regionale Band zum Zuge kam.

Hauptband am Sonntag waren wohl Wir sind Helden, während, ebenfalls zur Mittagszeit, Panteón Rococo für ausgelassene Partystimmung sorgten. Wir sind Helden waren Gewinner unserer subjektiven Auswahl des besten Spruches des Festivals mit der Aussage „Wir sind hier wohl die einzige tatoofreie Band auf dem Festival“.

Neu war in diesem Jahr der Bühnenausbau mit zwei nebeneinander in Längsrichtung aufgebauten Hauptbühnen, die sich im Gegensatz zum letzten Jahr akustisch nicht beeinträchtigen konnten. Zusätzlich gab es erstmals eine dritte Bühne im Zelt. Durch die Verteilung auf drei Spielorte sowie die Reduzierung der Zuschauerzahlen, konnte man selbst bei den Hauptbands noch genügend sehen und es gab viel Platz zum Tanzen.

Und natürlich wurde auch König Fußball Rechnung getragen: Am Zeltplatz gab es Großbildleinwand mit riesiger Zuschauerfläche davor. Beim Deutschlandspiel am Samstag platzte aber auch diese aus allen Nähten, und so wurde kurzerhand mit Nada Surf ein Kurzauftritt in der Halbzeitpause vereinbart und stattdessen Fußball auf der Blue Stage gezeigt.

Relativ neu war auch, dass es so ziemlich das ganze Festival über super Wetter gab. Zum Schluß wurde das Festival seinem Namen dann jedoch noch im negativem Sinne gerecht: Ein schweres Unwetter zog auf, so dass Within Temptation ihren Auftritt abbrechen mussten und innerhalb kürzester Zeit der halbe Zeltplatz unter Wasser stand. Wer schon gepackt floh ins Auto und nach Hause. Ein großer Teil da Dagebliebenen bezog Notunterkunft im Discozelt. Zu Schaden gekommen ist dank des besonnenen Verhaltens der Verantwortlichen und des Publikum niemand.

Sebastian