Friedliches BREAK THE SILENCE Festival war ein voller Erfolg!

Das am Wochenende in Hämelheide bei Eystrup zum ersten Mal stattgefundene BREAK THE SILENCE Festival war ein voller Erfolg für die Veranstalter des neuen Kulturbunt e.V. Verden und alle weiteren Beteiligten. Unter blauem Himmel und bei großer Hitze bot das ehemalige Bundeswehrgelände mit seinen vielen schattigen Plätzen den idealen Ort für die 35 Bands und ca. 400 Besucher. Es wurde zusammen gefeiert und auch über den einen oder anderen Tellerrand geschaut. Punkbands traten vor HipHop Combos auf, danach waren Reggae und Ska an der Reihe. Zwischendurch eine Metalband oder ein Electronic-Projekt. Ab Nachmittags gab es Musik non stop, die Gruppen wechselten sich auf der großen Open Air Hauptbühne und der Bühne in der Panzerhalle ab. Die große Hauptbühne wurde von der Firma ConCept aus Visselhövede betreut, somit wurden auch Ton- und Lichttechnisch optimale Ergebnisse erzielt. Kulturelle Sahnehäubchen waren sicherlich auch die Lesungen der BuchautorInnen Steffi Lov

e und Dolf Herrmannstädter, welche am Samstagmittag das Bühnenprogramm eröffneten. Wer nicht gerade damit beschäftigt war, eine der vielen Bands zu sehen, hatte die Möglichkeit, sich bei den verschiedenen Essenständen zu stärken, sich die Auslagen der spielenden Musiker anzuschauen, sich an politischen Informationsständen mit neuem Wissen einzudecken oder den Durst an einer der beiden Theken zu stillen. Doch nicht nur in dieser Hinsicht kann das Festival-Team zufrieden sein. Es gab nicht eine körperliche Auseinandersetzung, es herrschte insgesamt drei Tage lang eine friedliche und trotzdem auch ausgelassene Atmosphäre, in der sich beispielsweise auch die Kinder wohlfühlten, für die ein extra Kinderprogramm stattfand. Das Motto „Gemeinsam gegen Rassismus“ konnte sich unter dieser Voraussetzung prima entfalten. Mit Spaß, Musik und gelebter Demokratie konnte sich eine symbolträchtige Veranstaltung auch mitten in der niedersächsischen Provinz etablieren. Junge

Punks lasen kleinen Kindern Geschichten vor, wurden zum Dank von ihnen geschminkt, unter Schatten spendenden Kirschbäumen fanden Diskussionen ihren Raum, für zusätzliche Abkühlung sorgten aufgestellte Rasenspränger und Campingduschen. Auch Rollstuhlfahrer bescheinigten dem Team ein durchaus barrierefrei durchdachtes Konzept. Barrierefreie Toiletten wurden bestellt, waren jedoch leider nicht mehr lieferbar. Auch der Shuttle Service zum Eystruper Bahnhof lief reibungslos und zuverlässig. Die vor Ort für die medizinische Assistenz zuständigen Helfer der Johanniter aus Rethem hatten ein vergleichsweise ruhiges Festival zu verbuchen, es gab einige Kreislaufbeschwerden, ein Krankentransport in eine der umliegenden Kliniken war nur in zwei Fällen notwendig. Viel Arbeit konnte sich mit der Müllpfand-Regelung erspart werden. So konnten die Besucher gegen Abgabe eines voll gesammelten Müllbeutels ihre 5 Euro Müllpfand zurück erhalten. Ein kompletter Abfallcontainer wurde

so von den Besuchern selbst gefüllt. Auch der Bürgermeister und die Polizei gaben im Nachhinein durchaus positive Rückmeldungen. Durch die Verfolgung eines konsequenten Zeitrahmens wurde die Lärmbelästigung der Anwohner möglichst gering gehalten. Das Team der ca. 40 freiwilligen Helfer war rund um die Uhr beschäftigt, ist jetzt völlig geschafft aber glücklich. „So ein tolles Festival habe ich lange nicht mehr erlebt, bitte wiederholen!“, erfahren die Helfer von einem Menschen, dessen letzter Festivalversuch das BREAK THE SILENCE war, da ihm die anderen bekannten Treffen zu groß, stressig oder schlichtweg zu teuer wurden. Die vielen überaus positiven Rückmeldungen und gesammelten Erfahrungen sprechen in jedem Fall für ein zweites BREAK THE SILENCE Festival 2011!