Das Kintop - eine neue Kneipe in Achim

Seit Ende letzten Jahres gibts in Achim eine neue Kneipe in bekannten Räumen. In der Herbergstraße 1, in dem Gebäude, das zuvor das Schroeders und davor das Café Chic beherbergte hat das Kintop eröffnet und bietet seitdem Gastronomie mit besonderem Flair. Frau Ringkowskis Partner Wolfang Ulrich, war selbst lange in der Film- und Videobranche tätig und hat seine Leidenschaft in die Gestaltung der Gaststätte einfließen lassen, die die zwei selbst als "Das cineastische Bistro in Achim" bezeichnen.

Wer sich dort im Tresenbereich niederlässt, fühlt sich schnell selbst als Filmstar. Die Aufschriften auf den hier platzierten Regiestühlen zeigen, für wen dieser Platz gedacht ist. Von Humphry Bogat über Marylin Monroe bis Marlon Brando reicht die Auswahl der Stars in deren Rollen die Besucher und Besucherinnen schon immer schlüpfen wollten. Wie ein kleines Film- und Popmusikmuseum präsentiert sich das Kintop, das nur so gespickt ist mit Raritäten aus diesem Bereich. "Dort oben an der Decke, das ist die ehemalige Kamera 4 von Radio Bremen, mit der früher der Musikladen aufgezeichnet wurde", erklärt Inhaberin Anita Ringkowski stolz, "...und mit dem Mischpult, das dort zur Deko an der Wand aufgebaut ist, wurden im ehemaligen Starclub Bremen unter anderem zwei der früheren Beatles-Platten abgemischt."

Für reichlich Gesprächsstoff bei filmbegeisterten Besuchern des Kintop dürften auch die vielen Filmplakate aus den 70er und 80er Jahren an den Wänden sorgen. "Das sind alles Originalplakate aus dem alten Achimer Corso-Kino", erklärt Frau Ringkowski, "das dort unten stammt von dem Film "Wie ich den Krieg gewann" für den hier in Achim gedreht wurde. Hier auf dem Plakat ist sogar im Hintergrund die Ueser Brücke zu sehen. Das haben wir aber leider erst gemerkt als es dort schon klebte, sonst hätte es sicher einen besser sichtbaren Platz bekommen."

Ein ähnliches Schicksal ist auch den Schallplatten widerfahren, die zur Dekoration im Fensterbereich an den Wänden kleben. Hier finden sich viele der Hits wieder, die in den 70er und 80ern die Charts stürmten. Ideal für Leute, die Lust haben bei einem netten Bierchen oder einem leckeren Essen (deutsch-bürgerliche Küche) in der "guten alten Zeit" zu schwelgen.

Der "Weißt-Du-noch-damals-Effekt" ist hier geradezu vorprogrammiert. Dem entsprechend setzt sich auch das Publikum im Kintop zusammen, in dem hauptsächlich Menschen in der Altersklasse von 30 bis 50 Jahren vertreten sind. Die jüngeren Leute landen hier vermutlich erst in 20 Jahren, wenn Britney Spears-CDs und die Originallaseranlage aus dem Capitol an den Wänden hängen... (uc)