Öffentlichkeitsarbeit im Zeichen der Jugend
Auch im letzten Jahr haben wir viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet, sei es in Form von Veranstaltungen oder mit diversen Presseveröffentlichungen.
Schwerpunkt unserer Pressearbeit waren die
Themen
Neue Leitung in der Fachstelle
Drogen-/ Alkoholkonsum von Jugendlichen
Der Schwerpunkt des Themas „Jugend und Drogen“ lag insbesondere beim steigenden Konsum von Cannabis und dessen Folgen sowie beim sog. Binge Drinking.
Einmal pusten gefällig? Aktion während des Diakoniesonntags 2005 in Verden
Die Cannabis Problematik
Immer jünger werdende Konsumenten und häufigere Anfragen besorgter Eltern, Lehrer u.a. zeigen, dass Cannabiskonsum und die daraus resultierenden Folgen nicht zu bagatellisieren sind. Der Gehalt des Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) ist heute höher als vor zwanzig Jahren.
Dies bedeutet auch andere, schwerwiegendere Folgen für die Konsumenten. Die bundesweite Studie „Cannabisbezogene Störungen: Umfang, Behandlungsbedarf und Behandlungsangebot in Deutschland“ von 2004, hat ergeben, dass Cannabis die Leistungsfähigkeit in den Bereichen Kurzzeitgedächtnis, Konzentration, Merkfähigkeit und psychomotorische Koordination beeinflusst. Auch findet sich ein erhöhtes Risiko depressiver Verstimmungen im Zusammenhang mit Cannabisgebrauch.
Alcopops und Binge Drinking („Komatrinken“)
Der Begriff Binge Drinking wird seit etwa drei Jahren in der deutschsprachigen Literatur verwendet. In der wörtlichen Übersetzung bedeutet er „exzessives Rauschtrinken“ und war ursprünglich der Beschreibung von Alkholabhängigkeit vorbehalten.
Neuerdings steht er aber insbesondere für den Alkoholkonsum, dessen Ziel das absichtliche, schnelle Betrinken ist. Diese Art des Alkoholkonsums findet sich vermehrt bei Jugendlichen.
Obwohl in Deutschland insgesamt weniger getrunken wurde, stieg bei den 12- bis 17-jährigen die Zahl derer, die wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten, zwischen den Jahren 2000 und 2002 um 26 Prozent an.
In der europäischen Schülerstudie ESPAD aus 2004 gaben 50 Prozent der Befragten an bis zum Alter von 14 Jahren mindestens einmal betrunken gewesen zu sein. Bis zum Alter von 16 Jahren waren es 80 Prozent.
Mädchen finden insbesondere durch die sehr süßen und sehr in Mode gekommenen Alcopops den Weg zum Alkohol. Diese Entwicklung ist besorgniserregend und bedarf weiterer Untersuchung.
Wir müssen mehr aufklären und mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vermehrt ins Gespräch kommen um sie besser verstehen zu können. Mit moralisch erhobenem Zeigefinder wird sich nichts erreichen lassen.